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Methodik-Woche 2006

 

Methodentraining – mit Kopf, Herz und Hand...

Teamfähigkeit, eigenverantwortliches Lernen, Methodenkompetenz... diese Begriffe sind Bestandteil des heutigen Qualifikationsmodus unserer Gesellschaft. Diesen einem stetigen Wandel unterliegenden Anforderungen passt sich die Bildungspolitik u.a. in der Weiter- bzw. Neuentwicklung der allgemeinbildenden Lehrpläne an.

Mit der Einführung der neuen Lehrpläne für die Sekundarstufe II hat sich für das Fachgymnasium der Emil-Possehl-Schule Lübeck ein Lehrerteam – Methodik AG – aus dem Kollegium des Fachgymnasiums zusammengefunden, das seit dem Schuljahr 2003/ 2004 gemeinsam für die jeweilige 11. Jahrgangsstufe in drei Parallelklassen mit je 30 SchülerInnen eine sog. Methodik-Woche durchführt, deren Inhalte, Gestaltung, Organisation, Entwicklung und Evaluation in den Händen der Methodik AG liegt.

Ziel der Methodik-Woche ist es, den SchülerInnen, die bei uns aus verschiedenen Schulen mit dem mittleren Bildungsabschluss zusammenkommen, einerseits einheitlich mit Basistechniken des Lernens und der Informationsverarbeitung vertraut zu machen. Andererseits steht auch das soziale Miteinander in dieser Woche im Vordergrund. Die Kombination aus Methoden- und Sozialkompetenz kann in den neuen Klassengemeinschaften zu einer guten Lernatmosphäre führen, woraufhin die Methodik-Woche, in der die reguläre Stundentafel ausgesetzt ist, ca. in der vierten oder fünften Schulwoche nach Beginn des jeweils neuen Schuljahres stattfindet; so wurde sie in diesem Schuljahr in der Zeit vom 11. bis 15. September 2006 durchgeführt.

Um dem technisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt unseres Fachgymnasiums gerecht zu werden und damit an dem Interesse unserer Schülerklientel anzuknüpfen, untersteht die Woche dem Leitthema „Galileo Galilei“, welches viele Möglichkeiten bietet, den Sinn und Zweck der methodischen Auseinandersetzung zu erfüllen und in Texten, Aufgaben, Fragestellungen und Versuchen dem Wiedererkennungswert dient. Insgesamt bildet zum einen die Gegenüberstellung von Natur- und Geisteswissenschaft einen roten Faden, um den Lernenden die grundlegend unterschiedliche Arbeits- und Denkweise dieser beiden Wissenschaften zu verdeutlichen, da diese in ihren Unterrichtsfächern der Stundentafel des Fachgymnasiums gespiegelt wird. Zum anderen wird dieser Faden mit methodischen und sozialen Inhalten verknüpft.

Die durch eine hohe Schüleraktivität gekennzeichnete Woche beginnt mit einer Filmsequenz aus dem Film „Das Leben des Galilei“, an die sich eine aktive Informations- und Präsentationsphase in Kleingruppen anschließt. In dieser Einstiegsphase werden die SchülerInnen für die Inhalte und Schwerpunkte sensibilisiert, sowie Grenzen und Möglichkeiten des derzeitigen Methodenbewusstseins der Schülergruppe gemeinsam herausgearbeitet. Die folgenden Stunden bzw. Tage der Methodik-Woche sind mit vielen praktischen und aktiven Übungen ausgefüllt, die zum o.g. Ziel führen sollen. Das an das breite Spektrum der Unterrichtsfächer anknüpfende Repertoire reicht von Übungen zu arbeitstechnischen Grundlagen (Lesen, Markieren, Power Point etc.) und verschiedenen Formen des Lernens, über Grundlagenvermittlung bezüglich Gruppenarbeit und Präsentation (Soundscripting, Plakaterstellung etc.) bis zum Aufzeigen von Lernvoraussetzungen (Arbeitsplatzgestaltung, Lerntypentest, „Schule in Bewegung“). Mit einer gemeinsamen Reflexions- und Evaluationsphase endet die Methodikwoche für die SchülerInnen, welches die Basis für ein Evaluationsgespräch des Lehrerteams bildet, um darauf aufbauend auch die folgende Methodik-Woche lebendig zu gestalten und weiterzuentwickeln.

 

Text: Anja Döring, Emil-Possehl-Schule Lübeck

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