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Maintaining High Quality within Water Systems
Project meeting 5 in Naestved / Denmark
15th-18th September 2014

Working out the technical content and developing a learning concept on "Water saving issues in Denmark"

Das fünfte Treffen des Leonardo-Projekts "Maintaining High Quality within Water Systems" hat vom 15. - 18. September in Næsteved (Dänemark) stattgefunden. 14 Teilnehmer aus vier Nationen sind der Einladung gefolgt und haben drei sehr interessante und erfolgreiche Projekttage erlebt.

Der Anreisetag wurde so gestaltet, dass sich alle Teilnehmer zu einem ersten Wiedersehen und gemeinsamen Abendessen in der Gastgeberschule der EUC Sjælland getroffen haben. Die drei Gastnationen haben alle im Hotel Vinehuset in Næstved eingecheckt und so begann der erste offizielle Projekttag mit einem zufälligen gemeinsamen Frühstück. Der kurze Fußweg vom Hotel zur EUC Sjælland konnte bei schönstem Spätsommerwetter genossen werden. Nach einem Starter-Kaffee in der EUC haben uns die dänische Kollegen durch die Räumlichkeiten der Schule geführt und die einzelnen Bereiche der Ausbildungsberufe näher vorgestellt.

Das dänische Ausbildungssystem ist ein wenig anders strukturiert als das deutsche System. Die Auszubildenden benötigen für den Beginn einer Ausbildung nicht zwangsläufig einen Betrieb. Alle Auszubildenden sind zunächst 20 Wochen in der Berufsschule und können dort Grundfertigkeiten und -kenntnisse erlangen, um im Anschluss in einem Betrieb diese Grundkenntnisse zu vertiefen. Die ersten 20 Wochen werden mit einer Prüfung abgeschlossen. Ein interessanter Punkt ist der, dass die Auszubildenden, wenn sie sich nicht in der Lage fühlen die erste Prüfung zu bestehen, diverse Module wiederholen können, um dann zu einem späteren Zeitpunkt die Prüfung durchzuführen. Die Ausbildungen dauern in Dänemarkin der Regel dreieinhalb bis vier Jahre.

Nach der interessanten Führung durch die Werkstätten und Labore wurde uns das dänische Bildungssystem durch die Europa-Koordinatorin Pia Schmidt erläutert. Das anschließende gemeinsame Mittagessen fand in der Mensa der EUC statt und bestand aus landestypischen "Smørrebrød" - eine Köstlichkeit aus einem Stück Brot mit üppigen Belägen, bestehend aus Roastbeef, Schweinebraten, Salat und vor allem Remoulade.

Pünktlich um 13 Uhr ging es mit der Vorstellung des Projekts für die Schülerinnen und Schüler weiter. Die Projektarbeit sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Nationen eine mechanische Pumpe entwickeln und diese dann realisieren. Ein weiterer Punkt ist die Nutzung von Grauwasser zur Schonung der Trinkwasserresourcen. Die Projektarbeit wird an der EUC durchgeführt und soll durchgehend in gemischten Nationen-Gruppen und in englischer Sprache stattfinden. Durch die vorangegangen Treffen und in Verbindung mit einer Fragebogen-Evaluation hat sich herausgestellt, dass die Auszubildenden aller Nationen gerne mehr Zeit miteinander verbringen möchten. Die dänischen Kollegen haben das zum Anlass genommen und werden die dänischen Auszubildenden für die Zeit des Student-Meetings ebenfalls im Hostel unterbringen, in dem die anderen Nationen übernachten werden.

Der erste offiziellen Projektarbeitstag endete um 17 Uhr. Anschließend haben sich alle Teilnehmer wiedergetroffen, um eine kleine Brauerei in Næstved zu besuchen. Die Verprobung hat die Teilnehmer hungrig werden lassen und so wurde der Tag mit einem gemütlichen Abendessen im Hotel Vinehuset gemeinsam beendet.

Der zweite Tag begann um 9 Uhr mit einem erneuten Starter-Kaffee. Anschließend durften wir an einem Treffen des "SBTP - South Baltic Training Programme" teilnehmen. SBTP ist ein internationales Projekt, an dem fünf Nationen (Schweden, Polen, Litauen, Dänemark und Deutschland) teilnehmen, um den Auszubildenden neue Sichtweisen und Einblicke zu ermöglichen, indem die sie die Möglichkeit bekommen, über einen längeren Zeitraum in einem der anderen Länder zu arbeiten. Die SBTP Konferenz wurde von der ehemaligen dänischen Wirtschafts-Ministerin Lene Espersen eröffnet. In ihrer Rede verwies sie auf die Notwendigkeit von internationlen Austauschprogrammen und zeigte die Vorteile einer globalisierten Ausbildung auf. Nach diversen Erlebnisberichten von teilnehmenden Auszubildenden des SBTP-Programms und einigen Netzwerkgesprächen, ging es um 12.30 Uhr in die Mensa der EUC zum gemeinsamen Mittagessen.

Nach dem Mittagessen verabschiedeten sich zwei deutsche Teilnehmer aus Næstved und traten die Heimreise an. Die verbliebenen Teilnehmer machten sich auf den Weg nach Kopenhagen, um die Kläranlage von Biofos im Stadtteil Lynetten zu besichtigen. Die Kläranlage reinigt das Wasser von ca. 1,2 Millionen Haushalten aus Kopenhagen und dem Umland. Die imposante Anlage ist sehr modern und hat die Teilnehmer allesamt in Erstaunen versetzt. Innerhalb von 24 Stunden ist das Abwasser so gereinigt, dass es dem natürlichen Kreislauf des Wassers wieder zugeführt werden kann. Pro Stunde können 23000 m3 Abwasser aufgenommen und dem Reinigungsprozess zugeführt werden. Bei Starkregen können kurzzeitig bis zu 41500 m3/h durch das Klärwerk aufgefangen werden.

Nach dem sehr interessanten Besuch des Klärwerks war es an der Zeit, ein wenig von der dänischen Kultur kennenzulernen. Unsere Gastgeber haben ein Führung durch das Kopenhagener Viertel Christiania organisiert. Christiania kann mit einer alternativen Kommune verglichen werden, die als autonome Gemeinde von den dänischen Behörden geduldet wird. Der letzte gemeinsame Abend wurde im Restaurant "Spiseloppen Christiania" in geselliger Runde und bei hervorragendem Essen abgeschlossen.

Der vierte Tag des Teachers-Meeting wurde dafür genutzt, um letzte Unklarheiten des Projekts für die Schülerinnen und Schüler zu besprechen. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, einen Großhändler für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in Næstved zu besuchen. Hier waren neben den globalen Anbietern vor allem dänische Produkte aus dem Bereich der Heizungstechnik zu betrachten. Nach einem ausgiebigen Austausch der unterschiedlichen Techniken und Produkte zwischen den deutschen und dänischen Kollegen ging es zu einem letzten gemeinsamen Mittagessen. Die dänischen Kollegen haben uns zu einem Imbiss geführt, wo es typische dänische Burger gab.

Zum Schluss kann von einem sehr interessanten und erfolgreichem Treffen der einzelnen Nationen gesprochen werden. Die nächste Stufe des Projekts, in Form des Student-Meetings, ist bereits zu diesem Zeitpunkt sehr gut organisiert und scheint erfolgversprechend zu werden. Für die Auszubildenden wird es sicherlich eine große Erfahrung werden. Es wäre wünschenswert, wenn alle Auszubildenden im Laufe der Ausbildung an so einem Projekt teilnehmen könnten.

Zu allerletzt kann ich im Namen aller Nationen den dänischen Gastgebern den allerherzlichsten Dank für ein sehr gut strukturiertes und organisiertes Treffen aussprechen!

Text: Sven-Christian Jensen, EPS
Fotos: Andreas Wossidlo, EPS

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