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DR. RALF STEGNER

Dr. Ralf Stegner, geb. 1959 in Bad Dürkheim. Abitur am Goethe-Gymnasium in Emmendingen, danach Bundeswehrzeit. Studium mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung an den Universitäten Freiburg und University of Oregon (USA). Staatsexamina in Politikwissenschaft, Geschichte und Deutsch. Von 1987-1989 Mc-Cloy-Scholar der Stiftung Volkswagenwerk und der Studienstiftung des deutschen Volkes an der Harvard-Universität in Cambridge, MA (USA) mit dem Abschluss Master of Public Administration der Kennedy School of Government.

Mit dem Dr. phil. an der Universität Hamburg beendete er seine wissenschaftliche Ausbildung, um 1990 seine Arbeit im Ministerium für Arbeit und Soziales, Jugend und Gesundheit (bis 1993 auch Energie) aufzunehmen. 1996 wurde er Staatssekretär bei Ministerin Heide Moser und wechselte 1998 als Amtschef und Staatssekretär in das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

Herr Dr. Stegner wurde am 01.03.2003 zum Finanzminister des Landes Schleswig-Holstein berufen.

Werteerziehung in der Schule

Dr. Ralf Stegner in Vertretung für Ute Erdsiek-Rave

Da die Bildungsministerin, Frau Erdsiek-Rave, wegen einer dringenden Haushaltssitzung des Kabinetts ihre Diskussionsveranstaltung zur Thematik "Wertewandel" an der Gewerbeschule III nicht termingerecht durchführen konnte, erklärte sich dankenswerterweise ihr damaliger Staatssekretär im Bildungsministerium und derzeitig amtierender Finanzminister, Herr Dr. Ralf Stegner, bereit, kurzfristig einzuspringen.

Die Veranstaltung berührte vor allem den berufsbildungs- schulthematischen und erzieherischen Aspekt der Wertedebatte an der Gewerbeschule III. Der Abend bestätigte in den Köpfen aller Teilnehmer, dass sowohl eine alleine im Elternhaus stattfindende Werteerziehung, als auch eine ausschließliche Bildungserziehung der Schule in der heutigen Zeit nicht mehr haltbar sind. Es wurde deutlich, dass Werteerziehung von der Schule nur dann sinnvoll erfüllt werden kann, wenn diese auch gleichzeitig in starkem Maße als Lebens- und Erfahrensraum für junge Menschen fungiert.

Im Verlauf der Veranstaltung wurde auch darüber gesprochen, welche Fähigkeiten über das reine Wissen hinaus für eine lebenswerte Zukunft unserer Jugendlichen den größten Wert haben.

Nach einem sehr prägnanten Referat zur Thematik der Werteerziehung hatten die Schülerinnen und Schüler hinreichend Gelegenheit, entsprechende Fragen an Herrn Dr. Stegner zu richten.

In einem anschließend folgenden Dialog erhielten sie überaus ausführliche Antworten auf ihre Fragen, welche sich unter anderem auf "Multikulturalität, berufliche Bildung, benachteiligte Jugendliche, Medien, einen festgeschriebenen Wertekanon, Kopfnoten, Lehrstellenknappheit, Kindererziehung, PISA und Bildungsstandards" bezogen. Dabei konnte Herr Dr. Stegner einen guten Kontakt zur Schülerschaft der GIII herstellen und wurde sogar ein wenig persönlich und privat, indem er als Vater dreier Kinder über seine eigenen Erziehungsgrundsätze bereitwillig Auskunft gab.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass eine sinnvolle Werteerziehung in Schule und Elternhaus gleichermaßen stattfinden muss, um junge Menschen für die enormen beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen der Zukunft entsprechend erziehen, bilden und ausbilden zu können.

Lübeck, 19. November 2002

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