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MAX SCHÖN

Unternehmer und Präsident des CLUB OF ROME

1961 in Lübeck geboren.
1981 Abitur am Staatlichen Gymnasium Bad Schwartau (heute Leibniz Gymnasium).
1981 - 1984 Ausbildung in Stuttgart zum Dipl. Betriebswirt (BA) an der Berufsakademie Stuttgart und in der Firma Vereinigte Eisenhandlungen Zahn & Cie. und Friedrich Nopper.

1984 Eintritt in das elterliche Familienunternehmen, die MAX SCHÖN GmbH & Co KG in Lübeck (Großhandel mit Stahl, Röhren, Werkzeugen, Maschinen, Haustechnikprodukten, Küchen).

1985 Tod des Vaters und Übernahme der Geschäftsführung.

1995 nach Veränderungen im Gesellschafterkreis Neuordnung des Unternehmens: Einbringung der Großhandelsaktivitäten der MAX SCHÖN AG in die dänische Familienaktiengesellschaft Sanistål A/S, Aalborg und Ausgliederung des Immobiliengeschäfts und des Kücheneinzelhandels in separate Gesellschaften.

1999 Wechsel aus dem Vorstand in den Aufsichtrat der MAX SCHÖN AG
2001-2005 Präsident des Unternehmerverbands "Die Familienunternehmer - ASU"

heute u.a. Präsident der Deutschen Gesellschaft THE CLUB OF ROME, Hamburg
Mitglied im Klimarat des Landes Schleswig-Holstein, Vorsitzender des Aufsichtsrats der DESERTEC Foundation, Berlin.

Die Energie-Ressourcen unserer Erde sind knapp

Max Schön

Unser diesjähriger Referent ist der Lübecker Unternehmer Max Schön. In seiner kurzen aber sehr persönlichen Vorstellung präsentiert er sich zunächst in seiner Rolle als Familienvater einer insgesamt 7-köpfigen Patchworkfamilie und betont deren besonderen Einfluss auf seinen beruflichen Werdegang. Seine zentrale Rolle als Familienvater unterstreicht den für ihn wichtigen Wandel seiner beruflichen Tätigkeit vom ehemaligen Geschäftsführer der MAX SCHÖN-AG zum Aufsichtsrat, um mehr Zeit für Ehefrau (Tiermedizinerin) und Kinder zu haben. Dadurch seien auch die für ihn so wichtigen und vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten mit seinen privaten Verhältnissen im Einklang. Die Schwerpunkte bestünden jedoch in seiner seit 2007 bestehenden, ehrenamtlichen Präsidentschaft des CLUB OF ROME Deutschland. Dieser Club sei in den 60-er Jahren bei einem Abendessen Industrieller in Rom entstanden und habe eine intensive Nachhaltig-keitsdebatte angeregt, da man damals erstmals per Computer die Vorgänge auf der Erde simulieren konnte. Heute würden 16 CLUB OF ROME-Schulen alleine in Deutschland nachhaltiges, vernetztes, ganzheitliches Wissen vermitteln. Er verweist auf Dennis Meadows Buch "Die Grenzen des Wachstums", welches zeige, dass wir im Jahre 2050 drei Erdplaneten bräuchten, falls wir die Ressourcen unserer einen Erde weiterhin so überstrapazierten. Max Schöns Tätigkeit für DESERTEC steht im Zentrum dieser Veranstaltung. Sehr anschaulich, anhand einer Vielzahl farbig gestalteter Folien, beeindruckt Schön mit Szenarien, die unsere zukünftigen Heraus-forderungen durch Klimaveränderungen, Energie- und Wasserknappheit, Bevölkerungswachstum und damit einhergehender Kriege und anderer Auseinandersetzungen eindringlich machen. Mit weiteren Grafiken beweist er die Notwendigkeit der frühzeitigen Vermeidung künftiger Horrorszenarien der Menschheit. Diese würden vor allem durch den verschwenderischen Umgang mit Energie entstehen, wozu jedoch jeder einzelne von uns schon alleine durch veränderte Ernährungs-weisen (zum Beispiel weniger Fleisch und mehr Gemüse, veränderte Mobilitätsgewohnheiten im Alltag und im Urlaub, schonender Umgang mit Wasser und Wärme) beitragen könnte. Eine bedeutende zukünftige Maßnahme zur Vermeidung von CO2-Ausstoß ist das von Max Schön als Aufsichtsratsvorsitzendem wesentlich vorangetriebene Projekt DESERTEC, welches die Idee einer zukünftigen Versorgung der Menschheit mithilfe einer nahezu CO2-freien Energiegewinnung durch die regenerativen Energien propagiert und auf der Erkenntnis beruht, dass alle Wüsten dieser Erde in nur 6 Stunden mehr Energie durch die Sonne empfangen, als die gesamte Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht. Solarkraftwerke sollen künftig in Wüstengebieten den dezentralen Ausbau von Wind und Sonne ergänzen. Somit finde, so erläutert Max Schön, eine Energie-wirtschaft statt, die Strom vor Ort produziert und verbraucht, aber auch die Energie in weiter entfernte, nördliche Gegenden transportiert und somit in Zukunft zur Lösung der globalen Energieversorgung beiträgt. Afrika, der bislang "vergessene Kontinent" könne nun erstmals selbst erzeugte Energie gewinnbringend vermarkten und auch nutzen zur Gewinnung von notwendigem Süßwasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen. Viele namhafte Weltkonzerne seien bereits zur Unterstützung dieser Initiative gewonnen worden. Die politische Notwendigkeit solcher Entwicklung sei immens, denn überall auf der Erde drängten bereits jetzt schon viele Menschen aus den kargen Wüstenregionen in die großen Städte anderer Gebiete, wodurch riesige Migrationsbewegungen entstünden. Eine weltweite Vernetzung von Universitäten solle die notwendigen Voraussetzungen an technischem Wissen weltweit vermitteln. Auch jeder einzelne von uns könne sich für dieses zukunftsweisende Projekt schon jetzt engagieren, beispielsweise durch Spenden oder Registrierung als Unterstützer unter www.desertec.org. Zukünftig geplant seien auch Aktionen wie zum Beispiel die Ermöglichung des Kaufs einer einen Quadratmeter großen Spiegelfläche in der Sahara. Und schließlich könne jeder von uns sofort durch das Ausüben von ‚Druck' auf unsere Politiker aktiv werden, zum Beispiel durch eine Postkarte an lokale Bundestagsabgeordnete, auf denen er die Unterstützung der DESERTEC Initiative fordert. Eine sich anschließende Diskussion mit den anwesenden Schülerinnen und Schülern verläuft sehr lebhaft, engagiert und interessiert.

Lübeck, 27. April 2010

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