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Netzwerktag am 23.10.2019

Am Mittwoch den 23.10.2019 fand in der Emil-Possehl-Schule unser dritter Netzwerktag in diesem Schuljahr statt. An diesem Tag konnten wir alle Referendare unserer Schule sowie den Schulleiter, den Ausbildungskoordinator, die stellvertretende Abteilungsleiterin, die beiden Ausbildungslehrkräfte von Herr Yenigün und einen Praktikanten begrüßen. Heute sollte es sich unter anderem um die Unterrichtsübung von unserem Kollegen Herr Yenigün drehen, der Fachlehreranwärter im zweiten Semester für die Holztechnik ist.

Nach einer kurzen Ansprache des Ausbildungskoordinatoren Herr Schuhr übernahm der Lehrer im Vorbereitungsdienst Mats Neuroth die Moderation. Er stellte zunächst das Thema der heutigen Stunde vor: „Wie kann ein Holzoberflächenschaden ausgebessert werden?“. Kurzzeitig übernahm Herr Yenigün das Wort und informierte uns über seine Schülerinnen und Schüler, die Klasse BH19, die sich gerade in der Berufsfachschule befindet und das Ziel des mittleren Schulabschlusses anstrebt. Nach der Aufgabenverteilung der Beobachtungsschwerpunkte für die Reflektion im Anschluss an den Unterricht, hatten die Kollegen etwas Zeit, um sich den Unterrichtsentwurf von Herr Yenigün durchzulesen.

Daraufhin begaben sich die Kollegen in das Gebäude der Holztechnik, wo der Unterricht schon im vollen Gange war und ein angenehmes Werkstattfeeling herrschte. Die Schülerinnen und Schüler befanden sich gerade mitten in der Erarbeitungsphase, in der sie an den verschiedenen Stationen hobeln, schleifen, auswachsen und bügeln konnten. So sollten sie herausfinden, welche Methode für sie persönlich am besten geeignet ist, um einen Holzoberflächenschaden auszubessern. In der Arbeitsphase, bei der sich alle Gruppenmitglieder abgewechselt und ausgetauscht haben, konnte man deutlich eine Erweiterung Sozialkompetenz beobachten. Die Schüler wirkten motiviert und haben sich verantwortungsbewusst mit dem Problem auseinandergesetzt.

Nach der Gruppenphase versammelte der Lehrer die Schülerinnen und Schüler um eine Zielscheibe, wo sie einen Punkt auf die Methode setzen sollten, die sie als am sinnvollsten empfanden. Dabei hatte sich herausgestellt, dass die Meinungen auseinandergingen, denn das Hobeln sowie auch das Auswachsen empfanden die Schülerinnen und Schüler als eine gute Lösung, um den Schaden am Holz zu beseitigen. Nachdem die Vor- und Nachteile aller Methoden nochmals gesammelt wurden, konnten die Anwesenden sich entscheiden, ob sie bei ihrer ursprünglichen Meinung bleiben. Diesmal ging die Tendenz eindeutig zum Auswachsen des Schadens. Die Unterrichtsstunde konnte so zu einem runden Abschluss geführt werden.

Im Anschluss zogen sich die Kolleginnen und Kollegen zurück, um Herrn Yenigüns Unterrichtsübung zu reflektieren. Es waren sich alle einig, dass durch den klaren und harmonischen Ablauf ein guter Unterricht gelungen war. Herr Yenigün hat passende Methoden und Gegenstände gewählt, um die Schüleraktivität innerhalb der Gruppen auf ein hohes Niveau zu bekommen. Die übersichtlich vorbereitenden Aufgaben an den Stationen haben die Schüler sehr motiviert. Wir bedanken uns bei Herr Yenigün für die gelungene Unterrichtsübung und seinen wertschätzenden Umgang mit den Schülerinnen und Schülern.

Nach einer kurzen Pause trafen sich die Anwesenden in der Aula der Schule für das Nachmittagsprogramm, wobei unser Kollege Herr Siefke den Anwesenden den Lernzirkel vorstellte. Bei dieser aufwendig vorbereitenden Lehreinheit konnten die Referendare an den verschiedenen Stationen die spannende Methode kennenlernen, durch die die Lehrkraft, Schülereigenschaften beobachten kann, die im Normalfall schwer zu erkennen sind. Zudem werden in jeder Station andere Kompetenzen angestrebt und das Gelernte bleibt bei dem Schüler länger haften. Alle Lehrer im Vorbereitungsdienst fanden diese Methode, die man immer weiter ergänzen und in allen Fachrichtungen benutzen kann, sehr überzeugend.

Wir bedanken uns bei allen Anwesenden für die Vorbereitung und Teilnahme sowie für den aufschlussreichen und informativen Netzwerktag.

Text und Bilder: Alex Schmidt