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Das SV-Team 2011/2012

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Anständig anziehen

 

Kulturelle Vielfalt, ein globaler Blickwinkel in allen Fächern, Toleranz sind nur drei Schlagworte, die die Emil-Possehl-Schule (EPS) im Schulalltag hat.

Pullover, Jacken, Mützen, Shirts: Eigentlich bewertet man einen Menschen nicht nach seinem äußeren Erscheinungsbild. Und doch bittet die Schülevertretung darum, genau hinzuschauen, welche Slogans, Marken und Motive auf der Kleidung der Schüler sind. Schon seit einigen Monaten arbeitet die SV zum Thema "verfassungsfeindliche Kleidung". Die Vertreterinnen und Vertreter wollen nicht, dass rechte Symbole, linke Hetze oder diskriminierende Sprüche in der Emil-Possehl-Schule zum Alltag gehören. Auch nicht auf der Kleidung der Schüler.

Die Schülervertretung (SV) lädt ein, das Miteinander an der Europaschule zu leben. Die Schüler sind es, die den Alltag gestalten, durch ihr Auftreten, Tun und Handeln auch außerhalb der Klassenräume. Die SV bittet darum, bereits bei der Wahl der Kleidung die Grundsätze der EPS zu respektieren. Das Tragen von Kleidung und das Mitführen von Gegenständen, die als Ausdruck der Sympathie oder Identifikation mit den Zielen verfassungsfeindlicher Organisationen benutzt werden und in der Schule Konflikte hervorrufen, sind nicht erwünscht. Das von Toleranz und gegenseitigem Respekt getragenem Schulklima soll durch Klamotten dieser Art nicht beeinträchtigt werden.

Nicht nur nach innen ist der Schulfrieden ein wichtiges Thema: Rund 3500 Schüler werden an der EPS unterrichtet. Jeder einzelne vertritt die EPS auch nach außen, in Lübeck und der Region. "Werdet also Vertreter einer jungen, modernen Europaschule, deren Schüler nicht nur wissen wie Toleranz geschrieben wird."

Die SV freut sich zudem über alle, die sich in der Arbeit dazu einbringen wollen und ist offen für Vorschläge. Sie ist in Raum 21 immer dienstags in der zweiten Pause und donnerstags in der ersten Pause erreichbar.

 

Die Schülervertretung



Der Regierung beim Arbeiten zugeschaut

Schülervertreter der EPS besuchen schleswig-holsteinischen Landtag

 

 

LÜBECK. Meist sind es Schüler, die die Plenarsitzungen des schleswig-holsteinischen Landtages besuchen. Über Monate hinweg sind die Sitzungen ausgebucht und damit ist belegt, dass Politik nicht langweilig sein kann.

Es spricht sich herum, dass die Landtagsabgeordneten täglich an handfesten Fragen arbeiten. Sie alle betreffen die Menschen in Schleswig-Holstein.

Einige Mitglieder der Schülervertretung der Emil-Possehl-Schule haben sich Ende April auf den Weg nach Kiel gemacht, um der Landesregierung beim Arbeiten zuzuschauen. Obendrauf gab es noch eine satte Portion Wahlkampf an der Förde.

 

Bildung, Mindestlohn und die Stärkung des Ehrenamtes standen auf der Tagesordnung des Landtages am 25. April. Die EPS-Schüler verfolgten gemeinsam mit SV-Verbindungslehrer Dirk Langhorst die Debatte rund um aktuelle Bildungsfragen: CDU und FDP haben ihre Schulgesetznovelle aus dem vergangenen Jahr verteidigt. Sie habe die Eigenverantwortung der Schulen gestärkt und lasse den Eltern eine größere Wahlfreiheit. Nun müsse es produktive Ruhe geben, damit Lernkonzepte langfristig umgesetzt werden könnten. Demgegenüber machte sich die SPD für rasche und deutliche Änderungen im Schulgesetz stark. Die schwarz-gelbe Reform habe den Schulfrieden im Landgestört. Angesichts des schwelenden Schulstreites plädierten die Grünen für einen Bildungskonvent. Bei diesem sollen sich Politik, Lehrer, Eltern, Schüler und Schulträger in einem ergebnisoffenen Prozess auf gemeinsame Leitlinien verständigen sollen. Langfristige Planungssicherheit solle so erreicht werden.

Die Lehrerausbildung als weiteres Bildungsthema beschäftigte das Plenum: Eine Reform der Lehrerausbildung sieht vor, pädagogische Studiengänge an das neue Schulsystem anzupassen.

 

Einige bekannte Gesichter haben die SV-Mitglieder während der Plenarsitzung wieder gesehen. Neben den heimischen Landtagsabgeordneten war auch Eckhard Zirkmann darunter. Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Kulturhatte die EPS im Frühjahr zur Eröffnung der Sucht-, Gewalt- und Präventionstage besucht und sich über das in Deutschland einmalige Angebot informiert.

 

Nach der Plenarsitzung kamen einige Landtagsabgeordnete mit den Besuchern zusammen und stellten sich den Fragen. Besonders gefreut haben sich die Lübecker Schüler über die Teilnahme von Wolfgang Baasch an der Frage-Antwort-Runde. Der Lübecker SPD-Politiker hatte vom Besuch aus der Hansestadt gehört und war gern dazu gekommen.

 

Text: Dirk Langhorst
Fotos: Lucas Meyer

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