Europaschule

Die Emil-Possehl-Schule ist Europaschule

Seit dem 23. September 2009 trägt die Emil-Possehl-Schule als Auszeichnung für ihre vielfältigen europäischen Aktivitäten den Titel „Europaschule“. Seit mehr als 25 Jahren pflegen wir intensiv europäische Partnerschaften.

Europaschulen vermitteln Bildung und Erziehung im europäischen Zusammenhang als wertbezogenes, ganzheitliches und durchgehendes Unterrichtsprinzip. Die historisch gewachsene Bedeutung der Hansestadt Lübeck als Knotenpunkt zwischen den wachsenden Märkten Skandinaviens und des Baltikums einerseits und den zentral-europäischen Märkten andererseits bietet für die berufliche Zukunft junger Menschen besondere Herausforderungen und Chancen in einem internationalen Umfeld.

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Das weitgefächerte technische Spektrum der Emil-Possehl-Schule verlangt vor diesem Hintergrund sich wandelnder Anforderungen der Arbeitswelt die Anpassung an eine stärkere Internationalisierung der Ausbildung.

Die Emil-Possehl-Schule Lübeck

  • vermittelt Austausche in das europäische Ausland
  • nimmt an Programmen/Projekten der Europäischen Union teil
  • führt Schüler- und Lehreraustausche mit Schulen im europäischen Ausland im Rahmen besonderer Schulprojekte durch
  • arbeitet mit Schulen im europäischen Ausland zusammen

Die Emil-Possehl-Schule unterstützt Sie bei der Suche nach Förderprogrammen und bei der Beantragung von Fördergeldern.

Denken Sie an Ihren möglichen zukünftigen Arbeitsplatz! Werden Sie „fit“ für Europa! Wir helfen Ihnen dabei gerne.

Anfragen bitte an folgende Emailadresse: europa@epshl.de

Unsere Partner in Europa

Belgien

Ab Herbst 2025 finden gemeinsame Projekte der Emil-Possehl-Schule mit der VTI, einer Schule in Ypern (Belgien) statt. Diese Projektpartnerschaft beginnt im Beruflichem Gymnasium in den Fächern Gemeinschaftskunde und Wirtschaftslehre. Weitere Projekte mit der VTI und anderen Abteilungen, wie z. B. der Bau-, Metall- oder Elektroabteilung sind denkbar und wünschenswert.

Die angedachten Austausche werden durch Erasmus+ und die EU finanziell unterstützt.

Einblicke in unsere gemeinsamen Projekte können in den verlinkten Berichten erworben werden.

Dänemark

Partnerschaft mit EUC Sjælland

Mit der EUC Sjælland in Næstved, Dänemark, pflegt unsere Schule eine für alle gewinnbringende Partnerschaft. Diese enge Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Beziehungen zu vertiefen und den Austausch unserer dualen Klassen in Bereichen wie Bautechnik, Fahrzeugtechnik und Metalltechnik etc. zu fördern.

Neben Schüler- und Kollegenaustauschen sind zukünftig auch Jobshadowings denkbar. Erwähnenswert ist ein erfolgtes handwerkliches Projekt, bei dem deutsche und dänische Bauhandwerksklassen nach den Arbeiten des Künstlers Morten Bech Jensen die Skulptur Bassin im Frühjahr 2024 errichteten. Das Projekt kann im Hafen von Næstved besucht werden.

Solche, sowie andere Austauschprojekte vermitteln sowohl Lernenden als auch Lehrenden wertvolle interkulturelle Kompetenzen und bieten berufliche Erfahrungen. Wir sind optimistisch, dass diese Partnerschaft weiterwachsen wird, und freuen uns auf zukünftige Projekte, die die Beltregion und die Städtepartnerschaft zwischen Lübeck und Næstved stärken.

Island

Seit Mitte 2023 kann die Emil-Possehl-Schule auch Island in der Europa-Familie begrüßen. Ausgehend von einem Deutschprojekt des Beruflichen Gymnasiums mit der Menntaskólinn í Reykjavík, einem renommierten allgemeinbildenden Gymnasium, konnten die Beziehungen gefestigt und sogar auf eine weitere Schule, die Tækniskólinn i Reykjavik, eine Berufsschule, die der EPS sowohl inhaltlich als auch zahlenmäßig sehr ähnelt, ausgeweitet werden.

Momentan bestehende Austausche werden durch Erasmus+ und die EU finanziell unterstützt. Weitere Kooperationen mit anderen Abteilungen befinden sich aktuell im Aufbau.

Einblicke in die Welt aus Eis und Feuer können in den verlinkten Berichten erworben werden.

Montenegro

Partnerschule in Podgorica, Montenegro

Unsere Schule pflegt seit dem 28. September 2010 eine Partnerschaft mit der Engineer Marko Radević Secondary School of Civil Engineering and Geodesy in Podgorica, Montenegro. Diese Kooperation fokussiert sich insbesondere auf den Austausch zwischen den Bauklassen beider Schulen, wie z.B. der Maurer- und Zimmererklassen. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, praktische Erfahrungen in einem internationalen Kontext zu sammeln.

In den vergangenen Jahren gab es wechselseitig Klassenbesuche. Diese Begegnungen haben nicht nur den fachlichen Austausch gefördert, sondern auch Freundschaften zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften entstehen lassen. Leider war ab 2020 der Austausch durch die Pandemie unterbrochen.

Um die Zusammenarbeit wiederzubeleben, besuchten einige Kollegen der Bauabteilung im Mai 2024 unsere Partnerschule, um auch die Entwicklung neuer Ideen für gemeinsame Projekte zu forcieren. Hoffentlich bald werden wir wieder Lehrkräfte und Lernende aus Montenegro in Lübeck begrüßen dürfen, um zusammen an handwerklichen Projekten zu arbeiten.

Individuelle Auslandsaufenthalte

Praktika

Bist du Azubi im handwerklich-technischen Bereich? Hast du Interesse an einem finanziell geförderten Praktikum im Ausland? Hat dein Betrieb eine Auslandsvertretung oder einen Zulieferbetrieb in der Europäischen Union und du kannst dir vorstellen, dort Auslands- und Arbeitserfahrungen zu sammeln?
Dann sprich doch einfach die Europakoordinierenden an oder schicke eine Anfrage an europa@epshl.de.

Fördermöglichkeiten

Deutsch-Kanadische Gesellschaft e.V.

Work & Travel Kanada mit der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft e.V.

Du bist 18 - 35 Jahre alt, hast Lust auf Abenteuer, Auslandserfahrung und Englisch (oder Französisch in Québec) live zu erleben? Dann ist das Work & Travel Programm der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft e.V. (DKG) wie geschaffen für dich! Seit 1965 bietet der gemeinnützige Verein jungen Menschen die Möglichkeit, mit dem Working Holiday Visum in Kanada zu arbeiten, zu reisen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Was erwartet dich:

  • Vermittlung eines Jobs vor der Abreise (z. B. in Gastronomie, Kundenservice, Farmarbeit)
  • volle Unterstützung bei Visum, Flug und Vorbereitung
  • ein Vorbereitungsseminar in Deutschland
  • spannende neue Erfahrungen, neue Freundschaften und vor allem jede Menge Kanada

Mach deinen Traum wahr, Sprache, Natur und Freiheit warten – mit sicherer Betreuung durch die DKG als spezialisierte gemeinnützige Organisation für Kanada-Work & Travel in Deutschland.

Mehr erfahren https://www.dkg-online.de/programme/work-travel/

Erasmus+

Als Mitglied des Konsortiums hanseVET hat die Emil-Possehl-Schule die Möglichkeit, Fördergelder durch die Europäische Union und Erasmus+ zu erhalten, um Mobilitäten, Job Shadowings und Schülerpraktika finanziell unterstützen zu können.

Bei Fragen zu Fördersätzen, Antragsstellungen oder Förderbedingungen stehen die Europakoordinierenden gern zur Verfügung: europa@epshl.de.

Handwerkskammer Lübeck

Bist du Azubi im Handwerk und möchtest gern Arbeitserfahrungen im europäischen Ausland sammeln?

Neben den Europakoordinierenden der Emil-Possehl-Schule unterstützen dich dabei auch die Mitarbeitenden der Handwerkskammer Lübeck.

Diese Gruppenfahrten für Azubis stehen euch zur Wahl:

Dänemark, Spanien (Valencia) oder Finnland

www.hwk-luebeck.de/ausbildung/fuer-auszubildende/auslandspraktikum

 

 

Kontakt:

Handwerkskammer Lübeck, Breite Str. 10/12, 23554 Lübeck.

Telefon: 0451-15060

E-Mail: info@hwk-luebeck.de

 

Interreg

Schleswig-Holstein und Süddänemark – zwei Regionen, eine Vision: Nachbarschaftsinitiativen fördern, Kulturen zusammenbringen, Menschen verbinden.

Durch Interreg Dänemark – Deutschland und die EU können verschiedene Projekte und Austausche finanziell gefördert werden.

Klingt interessant? Einfach mit den Europakoordinierenden Kontakt aufnehmen: europa@epshl.de. Wir helfen gern!

Joachim Herz Stiftung - Azubi Kolleg Lübeck

Azubi Kolleg Lübeck

Das Programm für Auszubildende – Der Boost für deine Skills

Selbstbewusster auftreten, stressige Phasen besser meistern oder KI im Beruf nutzen – das Azubi Kolleg Lübeck unterstützt Auszubildende dabei, ihre persönlichen und beruflichen Kompetenzen gezielt zu stärken.

Das Angebot richtet sich an 25 motivierte Auszubildende aus Lübeck pro Jahr und ist kostenfrei. Neben spannenden Seminaren zu Themen wie Präsentation, Kommunikation oder Problemlösung, gehören monatliche Netzwerktreffen mit Freizeit- und Kulturprogramm zum festen Bestandteil. So wächst nicht nur das Wissen – auch das persönliche Netzwerk wird erweitert.

Betriebe und Berufsschulen können ihre Auszubildenden unterstützen, indem sie ihnen die Teilnahme durch Freistellung ermöglichen.

Für wen ist das Azubi Kolleg gedacht?

Das Programm richtet sich an Auszubildende, die:

  • sich persönlich weiterentwickeln möchten,
  • in Lübeck wohnen oder dort ihre Ausbildung absolvieren,
  • deren Ausbildungsbetrieb oder Schule der Teilnahme zustimmt,
  • sich in einem dualen, vollzeitschulischen oder pflegerischen Ausbildungsverhältnis befinden.

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt online über die Website der Joachim Herz Stiftung:
👉https://www.joachim-herz-stiftung.de/lernen/azubi-kolleg

Ansprechpartnerin

Jennifer Lim & Taina Hencke
Clustermanagerin Berufliche Bildung und Digitale Transformation
📍 Langenhorner Chaussee 384, 22419 Hamburg
📞 +49 40 533 295 - 646
📧 akl@joachim-herz-stiftung.de

Weitere Infos & Eindrücke

Website: https://www.joachim-herz-stiftung.de/lernen/azubi-kolleg
Facebook: facebook.com/joachimherzstiftung
Instagram: instagram.com/joachimherzstiftung
LinkedIn: linkedin.com/company/joachim-herz-stiftung

Joachim Herz Stiftung - Azubis USA (College-Besuche)

Azubis USA: College-Besuche in den USA

Mit dem Projekt „Azubis USA“ können Auszubildende aus Deutschland für sechs Wochen ein College in den USA besuchen. So erfahren sie mehr über die dortige Ausbildung, Arbeitswelt und Kultur. Die Aufenthalte finden jeweils im Frühling eines Jahres statt.

Das Stipendium beinhaltet u. a.:

  • Organisation eines Kursprogramms an einem College, bestehend aus individuell zur Ausbildung passenden Fachkursen, Englischkursen, Betriebsbesichtigungen und Fachvorträgen,
  • Vor- und Nachbereitungsseminare,
  • Hin- und Rückflug in die USA sowie
  • Kosten und Organisation der Unterkunft.

Bewerben können sich Auszubildende zwischen 18 und 27 Jahren, die ihre Ausbildung in Bayern, Berlin, der Metropolregion Hamburg, Schleswig-Holstein oder Sachsen machen und dort eine Berufsschule besuchen.

Bewerbung

Die Bewerbungsphase läuft vom 1. Mai bis zum 30. Juni.

Sie erfolgt online über die Website der Joachim Herz Stiftung:
👉 https://www.joachim-herz-stiftung.de/lernen/azubis-usa

Ansprechpartnerinnen

Tanja  Koop & Cornélie Lefèvre
Clustermanagerin Berufliche Bildung und Digitale Transformation
📍 Langenhorner Chaussee 384, 22419 Hamburg
📞 +49 40 533 295 – 648 / +49 40 533 295 – 79
📧 azusa@joachim-herz-stiftung.de

Weitere Infos & Eindrücke

Website: https://www.joachim-herz-stiftung.de/lernen/azubis-usa
Facebook: facebook.com/joachimherzstiftung
Instagram: instagram.com/joachimherzstiftung
LinkedIn: linkedin.com/company/joachim-herz-stiftung

 

 

 

Häufig gestellte Fragen

Ansprechpartner Europaschule

Ann-Christin Ziegler
Stellvertretende Abteilungsleitung BG/ Europakoordination
Denny Walther
Europakoordination
Jörn Fischer
Europakoordination

Europaschule

Belgienfahrt 2025 – Ein Reisebericht

Es ist 7:20 Uhr, die meisten sitzen bereits im Bus, Koffer schon längst verstaut. Wir warten auf die letzten Zuspätkommer. Pünktlich wie eh und je kommt dann auch die letzte Person um 7:34 Uhr an und es geht los. Nach der sehr amüsanten Vorstellung des Busfahrers machen wir alle unser eigenes Ding. Nach etlichen Pausen kommen wir um ca. 18:00 Uhr am Hostel „The Menin Gate“ an, nachdem wir vom Busfahrer für unsere Ordentlichkeit zurechtgewiesen wurden. Er ist ja schließlich nicht unsere Mutter, die uns hinterherräumen muss. Wenn das nochmal vorkommt, müssen wir in einem „Kuhstall“ oder „Müllbus“ fahren, das können wir uns aussuchen. Um 18:45 Uhr checken wir dann endlich in die Zimmer ein, einige gehen erstmal einkaufen, die anderen erkunden das Hostel. Um 19:20 Uhr gab es dann Abendessen und zum Nachtisch ein kleines Eis.
 
Um etwa 7:45 Uhr wurden wir alle äußerst liebevoll mit „Guten Morgen, Sonnenschein“ geweckt. Zum Frühstück durften wir alle, wie wir wollten, doch einige schätzten ihre Zeit falsch ein und wir liefen mal wieder verspätet los. Trotzdem kamen wir mehr als pünktlich an der VTI Ieper an und wurden vom Schulleiter begrüßt. Nach einer Vorstellungsrunde um etwa 9:20 Uhr wurden wir in Gruppen aufgeteilt und dann den Gruppen der belgischen Schüler zugewiesen. Nachdem diese sich in ihren Gruppen vorgestellt hatten und es eine kleine Pause und einen Snack für alle gab, startete die Schulführung. Wir wurden durch die verschiedenen Bereiche der Schule geführt. Wir haben die ziemlich große Garage mit Autos für die Kfz-Mechaniker gesehen, einige Bereiche für Mechatroniker, Holzarbeiten und viele weitere. Zum Mittag gab es wie am Vortag Nudeln mit Bolognese, aber diesmal hatten wir sogar eine Salatbar. Danach sind wir wieder in unsere Gruppen und wurden durch Ypern geführt. Wir haben einige wichtige historische Merkmale und Sehenswürdigkeiten gesehen. Nach einer überaus langen Strecke kamen wir am Yper Museum an. Hier sahen wir einige verschiedene historische Ereignisse der Stadt Ypern, von ihrem Namen als „Tuchstadt“ bis hin zur „Katzenstadt“. Nachdem wir dort durch waren, führten uns die Gruppenführer zu einem gemeinsamen Treffpunkt. Von dort aus liefen wir fast 2 km zu einem Militärfriedhof. Dort hatten wir Zeit, uns die Gräber der Verstorbenen aus dem 1. Weltkrieg anzusehen. Wir sahen viele Gräber von jungen Erwachsenen und Teenagern, einer der Jüngsten war 15 Jahre alt. Außerdem wurde Angehörigen die Möglichkeit gegeben, eine Nachricht zu hinterlassen. Um etwa 17:00 Uhr wurde der Tag dort vorerst beendet. Vom Friedhof durften wir alle eigenständig zurück, doch durch den langen Weg waren einige so erschöpft, dass sie sogar Taxi gefahren sind. Im Gegensatz zum Vortag waren wir heute für unser eigenes Abendessen zuständig. Um 20:00 Uhr fanden wir uns alle am Menenpoort ein, um die tägliche Gedenkfeier für die Gefallenen im Krieg anzusehen.
 
An Tag 3 hatten wir das große Glück, dass erst um 8:45 Uhr Abfahrt war. Halb schlafend saßen die meisten um etwa 7:30 Uhr beim Frühstück, um danach wieder in ihren Zimmern zu verschwinden und sich mental auf den restlichen Tag vorzubereiten. Schon an Tag 1 hatten einige Befürchtungen, was die Betten im Hostel anging, an Tag 3 war es dann soweit und die erste Person fiel kurz vor Abfahrt aus dem Bett. Wenigstens waren wir dann alle wach und machten uns auf den Weg zum Bus, in dem wir mal wieder auf die Zuspätkommer warteten. Nach einer etwa einstündigen Fahrt waren wir endlich in Gent angekommen. Vom Busparkplatz aus durften wir uns die Stadt eigenständig angucken. Wir sahen einige Sehenswürdigkeiten, gaben unser Geld für Sachen und Waffeln aus, um uns dann zusammen wieder für eine Bootsfahrt zu treffen. Bei dieser haben wir einige neue interessante Dinge erfahren, die Nebenbemerkungen des Fahrers haben das Erlebnis auch nochmal bereichert („Holy shit“). Nachdem diese dann mal wieder verspätet endete (so langsam sehe ich hier ein Muster), verteilten wir uns wieder in Gruppen in der ganzen Stadt. Einige aßen Mittag, gingen in den ein oder anderen Laden oder suchten verzweifelt nach einem Supermarkt. Doch als auch dies geschafft war, trafen wir uns um 15:30 Uhr an der Grafenburg. Zum ersten Mal in drei Tagen waren alle pünktlich da und wir starteten verfrüht in die Tour durch die Burg. Durch diese wurden wir mit einem spielerischen Audio-Guide geführt. Nach etlichen schrecklichen Wendeltreppen waren wir dann auch alle nach etwa 1 ½ Stunden am Ausgang und machten uns zurück zum Bus. Dort erwartete uns wieder die einstündige Fahrt zurück nach Ypern. Als wir angekommen waren, bekamen wir etwa 40 Minuten, um uns frisch zu machen, um danach zu einem Restaurant zu gehen. Einige genossen dort den flämischen Eintopf, andere ein Hähnchenfilet (jeweils mit Pommes) oder eine Pizza. Nachdem alle fertig waren, durften wir dann auch gehen.
 
An Tag 4 mussten wir schon ziemlich früh los. Wir trafen uns um etwa 7:45 Uhr vor der Tür und gingen von dort aus zum Bus, mit dem wir dann zur Schule gefahren wurden. Dort liefen wir dann von Spielplatz zu Spielplatz, um dann am Ende beim richtigen zu enden und in unsere zuvor gewählten Gruppen aufgeteilt zu werden. Gemeinsam mit den belgischen Schülern durften wir uns dann deren Unterricht anschauen, der für uns extra auf Englisch stattfand… naja, mehr oder weniger halt. Im Englischunterricht nahmen wir an einem Quiz des Lehrers teil. Die Fragen waren so gestaltet, dass sie teils für die belgischen und teils für die deutschen Schüler beantwortbar waren, doch was der Lehrer als Allgemeinwissen empfand, war für uns das komplette Gegenteil. Die meisten Gruppen haben sehr viel geraten. In Geschichte behandelten wir die Freizeitaktivitäten und schlossen dies mit einem Kahoot! ab. Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Engineering-Unterricht weiter. Dort erzählte der Lehrer sehr viel von sich selbst, seinen Schülern und seiner Familie, doch den richtigen Unterricht konnten wir diesmal nicht miterleben. Nach dem Mittagessen (Pommes und Hähnchen) fuhren wir zu einem Schützengraben. Dort fanden wir einen widerwärtigen Gestank, tote Ratten, aber auch interessante Informationen. Zum einen konnten wir den Graben betreten, zum anderen durch verschiedene Schilder herausfinden, was genau an dieser Stelle war. Danach fuhren wir etwa noch eine halbe Stunde zum deutschen Soldatenfriedhof in Hooglede. Dort bekamen wir die Möglichkeit, uns auf verschiedene Weisen einzusetzen. Einige schrubbten und fegten den Boden am oberen Teil des Geländes, andere pflanzten Blumen und die meisten erneuerten die Inschriften der Steine mit einem weißen Edding, der eher schlecht als recht funktionierte. Trotz der dreckigen Arbeitskleidung wurde am Ende der Arbeit dann ein Gruppenfoto gemacht. Danach wurden wir von unserem Busfahrer Sascha wieder zum Hostel gebracht und hatten ab diesem Zeitpunkt frei.
 
Es ist Freitag, der letzte Tag mit großartigem Programm und festgesetzten Zeitpunkten. Morgens um 8:00 Uhr sind wir mal wieder am Bus, diesmal waren sogar fast alle pünktlich. Mit dem Bus wurden wir wieder zur Schule gefahren und uns wurde die Möglichkeit gegeben, erstmal Themen für unser Partnerprojekt mit der VTI Ieper zu finden. Bei diesem Partnerprojekt müssen wir die Unterschiede zwischen Ypern und Lübeck darstellen, entweder bezogen auf die Gegenwart oder auf die Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Diese Zeit ist nämlich etwas, was Ypern und Lübeck verbindet: Ypern wurde im Ersten Weltkrieg zum Großteil zerstört, Lübeck im Zweiten. Bei der Themensammlung kamen einige interessante Ideen wie „Medizin/Healthcare“, „Kultur“ oder auch „Gründe für die Zerstörungen“. Aber einige machten auch einen Witz draus und schrieben Dinge wie „67“ oder „Bier“. Bei der Darstellungsweise war das nicht anders, einer meiner persönlichen Favoriten war „eine Fent Pause machen“. Es dauerte eine Weile, bis alle Schüler so aufgeteilt waren, dass sowohl deutsche als auch belgische Schüler in einer Gruppe waren. Als dies getan war, fing die Recherche an. Einige wussten anfangs gar nicht, was sie jetzt machen sollten, einige arbeiteten schon fleißig, doch am Ende kamen alle auf ein gutes vorübergehendes Ergebnis, welches dann auch nach dem Mittag vorgestellt wurde. Nachdem dies getan war, gab es eine Siegerehrung für das Quiz aus dem Englischunterricht vom Vortag. Gewonnen haben Owen, Sophie und Antonia (eine der Personen, die auch diesen wunderbaren Artikel schreiben). Danach wurde noch ein schnelles Bild zusammen mit den belgischen Schülern geschossen. Unsere Schüler wurden dann vom Bus wieder zurück zum Hostel gefahren und liefen von dort aus zum In Flanders Fields Museum. Die belgischen Schüler fuhren Fahrrad und somit trafen wir sie zum letzten Mal für diese Woche (und Monat... und auch Jahr). Im Museum liefen wir dann alle alleine durch – einige weniger aufmerksam als andere – und trafen uns um 16:00 Uhr vor der Tür. Für die belgischen Schüler war hier das Programm vorbei, doch für uns noch nicht. Wir sahen uns noch Schlüssel an, die ein Gedenken an die gestorbenen Menschen im Ersten Weltkrieg bei dem Angriff auf Ypern darstellen. Trotz Navigationsschwierigkeiten schafften es am Ende alle Gruppen, beide Schlüssel zu sehen und beide Geschichten zu hören. Je nachdem, welcher der letzten beiden Schlüssel es war, hatten wir von diesem Standpunkt aus Freizeit. Die meisten gingen einkaufen, die Stadt noch ein wenig erkunden oder einfach was essen. Der Abend wurde, wie an den Abenden zuvor, mit einigen Runden Werwolf, Tischtennis oder auch Dart beendet.
 
Ein Tag vor der Abfahrt fand der Ausflug nach Brügge statt. Dazu mussten wir erst um 9:45 Uhr vor der Tür stehen, doch nicht mal das haben alle geschafft, denn die letzte Person kam mal wieder mehr als 10 Minuten zu spät. Der Morgen war entspannt; die meisten waren, wenn überhaupt, erst sehr spät beim Frühstück. Später am Morgen trafen sich einige Leute und machten entspannte Yoga-Übungen, um wach zu werden und fit zu bleiben. Die Fahrt nach Brügge dauerte mal wieder etwa eine Stunde. Trotz des längeren Schlafens verbrachten auch hier wieder die meisten ihre Zeit mit… schlafen… oder auch Spaßgetränke trinken (leider kein Alkohol, einfach nur Zucker und Koffein). Kurz nach der Ankunft in Brügge mussten wir noch etwa eine halbe Stunde in die Stadt laufen. Von dort aus startete eine Stadtrallye, bei der wir viele Aufgaben bewältigen mussten… und viele Schritte hinter uns brachten. Erst starteten wir am Rathaus, dann zur direkt danebenstehenden Kirche, und von dort aus mussten wir noch weitere Stopps erledigen, zum Beispiel bei einem Waffelladen nach verschiedenen Kreationen schauen, Dinge nachstellen oder einen Liebesfilm auf einer Brücke drehen… bei dem wir „Niederländisch“ sprachen. Oder es wenigstens versuchten. Am Ende trafen wir uns beim Treffpunkt und die Punkte wurden ausgezählt. Es hat das Team von Jonas, Sophie, Franz, Merle, Simon und Emely gewonnen. Sie bekamen eine Packung handgemachte Schokolade aus Belgien und teilten diese auch mit den dahinterliegenden Plätzen (danke Mausis, das war total lieb). Von dort aus hatten wir wieder Freizeit und kämpften uns durch das Stadtleben von Brügge. Zwischen stinkenden Pferden, schreienden Kindern und vielen Menschen schafften wir es am Ende aber doch überpünktlich (16:51 Uhr) am Bus zu stehen mit Souvenirs und Schokolade bepackt. Die Fahrt zurück nach Ypern war ruhig, alle erschöpft von der langen Stadtrallye und vom großen Shoppen. Zurück am Hostel angekommen, verschwanden die meisten erstmal in ihre Zimmer oder in den Supermarkt um die Ecke. Zum Abendessen gab es heute Burger, doch dies startete verspätet, da bei der Zubereitung die Burger Buns vergessen wurden. Aber Fehler sind bekanntlich menschlich und er wurde korrigiert.
 
Um 8:30 Uhr sitzen die meisten schon im Bus und warten gespannt auf die Abfahrt. Die meisten waren deutlich müder zum einen wegen der anstrengenden Tage zuvor und zum anderen, weil wir heute früher aufstehen mussten, da wir noch Koffer packen, die Zimmer aufräumen und frühstücken mussten. Die Busfahrt ist ruhig; die meisten sind an ihren Handys oder verbringen die Zeit mit Schlafen. Die lautesten im Bus sind tatsächlich die Lehrer… wer hätte das kommen sehen? Kurz nach Bremen fing es an zu regnen und wir wussten alle: Wir sind zu Hause! In der ganzen Woche in Belgien hat es nämlich nicht einmal geregnet war auf jeden Fall mal eine positive Abwechslung. Etwa 1 ½ Stunden vor der Ankunft wurde auch der Bus wieder lebhafter einige fingen an, Spiele zu spielen, sich zu unterhalten und noch einiges mehr. Um etwa 18:40 Uhr kamen wir alle an erschöpft, aber glücklich, die Fahrt mitgemacht zu haben.
 
Somit war eine Woche voller Spaß, Laufen und neuer Freundschaften und Beziehungen vorbei.
Vielen Dank an Erasmus+ für die Finanzierung dieses tollen Projektes!
 
 
Bericht und Fotos:
Antonia Bauer, Emily Heberle, Marla Jürß und Annika Mohrmann (BG25B)

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Holztechnik

Erasmus+ Projekt : Digitale Tools in Tischlereibetrieben

Welche Bedeutung werden digitale Anwendungen in der Zukunft in Tischlereien haben? Und wie und in welchem Maße kann die Vermittlung von digitalen Anwendungen im Berufsschulunterricht umgesetzt werden?

Das sind die Ausgangsfragen, die in einem Team von europäischen Tischlermeistern und Berufsschullehrern in zweijähriger Projektarbeit bearbeitet werden. Das Erasmusplus Projekt `Digital Joiner´ wurde im Frühjahr 2023 von Lehrkräften der EPS Lübeck beantragt und von der NA des BIBB im August 2023 für eine 2-jährige Laufzeit genehmigt.

Berufsschulen aus Colmar(FR), Tampere (FI), Liberec (CZ) Kopenhagen(DK), Stade sowie Treppenbau Voss aus Reinfeld haben mit insgesamt 96 Auszubildenden Möbelprojekte realisiert, die mit einem digitalen Schwerpunkt z.B. 3-D CAD konstruiert und gefertigt wurden. Zum Einsatz kamen 5-Achs CNC Maschinen, 3-D Plotter, ein Roboter, die Shaper Maschine, ein Lasercutter, VR Brillen und verschiedene 3D CAD Programme. In den jeweils einwöchigen Aktivitäten wurden in europäischer Teamarbeit Sitzbänke, Stühle, Steh- und Couchtische, Systainer aus Eichenholz, Garderoben, Lampen und zweitürige Schränke gebaut. Die Kommunikation funktionierte in englischer Sprache und zudem fertigten die Auszubildenden einige Videos über die hergestellten Produkte, über die eingesetzten Maschinen sowie kleine Lehr-/Lernvideos für den Fachunterricht in Berufsschulen für  Tischler an. (www.digitaljoiner.com)

Im europäischen Austausch haben die Lehrkräfte Ziele und Inhalte von Lehrplänen mit digitalem Schwerpunkt entwickelt, die für zukünftige Tischler zum Standartprogramm des berufsschulischen Fachunterrichts gehören sollten. Diese Vorschläge werden den zuständigen Institutionen der Länder vorgestellt.

Digitale Kompetenzen als Schlüsselqualifikation

Die bisherigen Ergebnisse des Projekts zeigen deutlich: Digitale Anwendungen werden in der Zukunft nicht nur ergänzend, sondern integrativ in das Tischlerhandwerk einfließen. Die Kombination aus traditionellem Handwerk und digitaler Fertigung eröffnet neue kreative und wirtschaftliche Potenziale – sei es in der individuellen Möbelgestaltung, der automatisierten Fertigung oder der digitalen Kundenkommunikation.

Um diese Entwicklungen nachhaltig in der Ausbildung zu verankern, braucht es praxisnahe und projektorientierte Unterrichtskonzepte. Der Berufsschulunterricht muss zukünftig verstärkt auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen ausgerichtet sein – nicht nur im Umgang mit Software wie CAD-Programmen, sondern auch im Verstehen von digitalen Produktionsprozessen, dem sicheren Einsatz moderner Maschinensteuerungen sowie dem Gestalten digitaler Lerninhalte.

Fazit

Das Projekt Digital Joiner leistet einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Tischlerausbildung in Europa. Es zeigt, wie digitale Technologien sinnvoll und praxisnah in der Ausbildung eingesetzt werden können – und wie wichtig die europäische Zusammen-arbeit für die Weiterentwicklung beruflicher Bildung ist. Langfristig wird die digitale Kompetenz ein zentrales Qualitätsmerkmal für Tischlerbetriebe und Fachkräfte sein – und damit auch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

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Europaschule

Stroh, Lehm und Zimtschnecken – alles made in Sweden

Hej, mein Name ist Nicolas und ich bin Zimmerer-Azubi im zweiten Ausbildungsjahr. Gern möchte ich von meinem Praktikum in Schweden im April/Mai dieses Jahres berichten.

Zuerst möchte ich mich für die Möglichkeit bedanken, ein solches Auslandspraktikum zu machen. Ich hätte es wohl nicht allein geschafft, alles zu organisieren, hätte mein Ansprechpartner der Emil-Possehl-Schule, der Europakoordinator im Team EPS Denny Walther, sich nicht so darum gekümmert, für mich einen Praktikumsplatz zu finden, sowie auch einen Kontakt zur Handwerkskammer Lübeck aufzubauen und diesen an mich zu vermitteln.
Ich habe insgesamt über 4 Wochen in Tidaholm (Schweden) bei der Firma Halmhus (www.halmhus.de) verbracht, die Häuser mit Stroh, Lehm und Holz baut, und durfte dabei sämtliche Arbeiten verrichten, mit denen ich bis zu dem Zeitpunkt noch keine wirklichen Berührungspunkte hatte. Spannend! Da ich mich für einen ökologisch-nachhaltigen Ein-Mann-Betrieb entschieden habe, gab es immer sehr viel zu tun. Zwei Badezimmer mit Lehmputz versehen, ein Fundament mit Handmischern gießen oder sogar ein eigenes Fachwerkhaus abbinden war alles Teil meiner Arbeitszeit in Schweden. Darüber hinaus waren wir an den verschiedensten Baustellen entlang des Flusses Tidan vertreten und somit auch viel unterwegs. Dadurch konnte ich unterschiedliche Landstriche Schwedens kennenlernen, wenn ich das nicht schon in meiner Freizeit tat.

Apropos Freizeit! Von der hatte ich auch mehr als genug. Nach Feierabend konnte ich direkt zu einem See in meiner Nähe und mich abkühlen, oder zu meiner Unterkunft nach Utvängstorp fahren und verschiedenste Routen in den Wald einschlagen, die mich zu wunderschönen Lichtungen und Wiesen führten. Am Wochenende konnte ich auch weiter wegfahren, sofern ich ein Auto zur Verfügung hatte. So war ich zum Beispiel am Vätternsee und habe die schöne Hafenstadt Hjo besichtigt, war wandern im Naturschutzgebiet Hökensås, bin den Tidan mit dem Kanu entlanggefahren und habe den Ort Mullsjö besichtigt. An Freizeitaktivitäten war ich also auch nie knapp, ja, war sogar noch regelmäßig mit meinen KollegInnen bouldern.

Einer der schönsten Momente für mich war herauszufinden, dass die Menschen in Schweden zum „Lunch” fahren, also eine Mittagspause machen, wo sie gemeinsam in einem Lokal günstig am Buffet essen gehen. Was ich dort nach einem langen Tag der Arbeit speisen durfte, bleibt mir für ewig in Erinnerung. Insgesamt war es eine wundervolle Erfahrung und ich bin wie gesagt allen unbeschreiblich dankbar, die mich unterstützt haben.  

Würde ich ein solches Praktikum weiterempfehlen? Absolut ja. Ich kann es jedem nur ans Herz legen, ein Auslandspraktikum in der Ausbildung oder auch danach zu machen, um neue Länder zu sehen, Menschen und ihre Kulturen kennenzulernen und sich auch beruflich weiterzubilden. Finanzielle Unterstützung gibt es auch durch den Fördertopf Erasmus+.
 
Wenn ihr dazu mehr erfahren wollt, fragt einfach bei den Europakoordinierenden der EPS im Raum H15.2 nach oder schickt eine Mail an europa@epshl.de. Es lohnt sich!
 
Text und Fotos: Nicolas L., Zimmerer (2. Ausbildungsjahr)

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